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Welterbe Mittelrheintal - Das 8. Weltwunder?
Um das UNESCO-Kriterium von einem
"außergewöhnlichen und universellen Wert" zu erfüllen,
muss die vorgeschlagene Stätte nicht zu den 7 Weltwundern gehören,
sonst wäre eine solche Liste sicherlich nicht notwendig. Einheitliche,
wenn auch nicht unumstrittene Kriterien ermöglichen es den Experten
der UNESCO, ein Gut auf seine Eignung als Welterbe zu prüfen. Solche
Kriterien sind z.B. charakteristische Strukturen, die durch unverkennbare
Assoziationen zwischen Mensch und Landschaft entstanden sind, Kulturgüter,
die eine einzigartige künstlerische Leistung verkörpern oder
Zeugnis von einem bedeutsamen Abschnitt der Menschheitsgeschichte geben,
oder Naturgüter, die aufgrund ihrer Einzigartigkeit von unwiederbringlichem
Wert sind.
Das Mittelrheintal zählt zu
der Kategorie der Kulturlandschaften, deren Wert sich aus Interaktionen
von Natur und Kultur entwickelt hat. Das seit Jahrtausende andauernde
Wirken der Menschen hat aus einem spektakulären, vom canyonartigen
Durchbruch des Rheinstromes durch das Rheinische Schiefergebirge geprägten
Naturraum eine Landschaft geformt, die in ihrer Vielfalt, ihrer historischen
Bedeutung und ihrer mythologischen wie künstlerischen Überhöhung
ihres gleichen sucht.
Auch wenn sich das Bild der Landschaft
in den vergangenen Jahrzehnten erheblich gewandelt hat und vielerorts
gewaltige Probleme offensichtlich sind, hat sich das Obere Mittelrheintal
doch viel von seiner Identität
und Authentizität gewahrt. Beides, der vorhandene Reiz wie auch die
erkennbare Bedrohung der Kulturlandschaft, kommen in der Verleihung des
Prädikats 'Erbe der Menschheit' durch die UNESCO zum Ausdruck.
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