Burgen bei KaubDer lange Weg zum Welterbe

25 Jahre sind zwischen der ersten Idee und der endgültigen Anerkennung des Oberen Mittelrheintals als Erbe der Menschheit vergangen - ein langer und schwieriger Weg musste zurück gelegt werden.

Markante Stationen dieses Weges:

• 1976:

Die Bundesrepublik Deutschland unterzeichnet die 'Konvention zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Menschheit'.
 
• 1977: Auf der ersten Sitzung des Welterbe-Komitees schlägt der damalige Landeskonservator von Rheinland-Pfalz, Prof. Bornheim gen. Schilling, vor, den Mittelrhein als Welterbe auszuweisen.
 
• 1984: Der Mittelrhein von Bingen bis Koblenz wird auf der von den Kultusministern der Länder verabschiedeten Vorschlagsliste geführt.
 
• 1992: Die Kategorie 'Kulturlandschaft' wird neben dem Kulturerbe und dem Naturerbe als zusätzliches Erbe der Menschheit eingeführt.
 
• 1992: Auf der neuen Vorschlagsliste wird der Mittelrhein nicht mehr genannt, da nach der Wiedervereinigung bevorzugt ostdeutsche Objekte vorgeschlagen werden sollen.
 
• 1996: In der Regierungserklärung des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck wird die Anerkennung des Oberen Mittelrheintales als Welterbe als kulturpolitisches Ziel genannt.
 
• 1997: Verabschiedung der Rheintal-Charta des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz (RVDL) als Selbstverpflichtung zur Erhaltung und schonenden Weiterentwicklung der einzigartigen Kulturlandschaft des Mittelrheintals.
 
• 1997: Gründung des Forum Mittelrheintal als Zusammenschluss der Kommunen, Organisationen und engagierten Personen im Tal..
 
• 1998: Die überarbeitete Vorschlagsliste der Bundesrepublik führt das Mittelrheintal auf Rang 6 auf.
 
• 2000: Unmittelbar vor Änderung der Anerkennungsstatuten durch die UNESCO reicht die Bundesrepublik in Paris den Antrag zur Aufnahme des Mittelrheintals in die Welterbeliste ein. Das Mittelrheintal war in der Prioritätenliste nach vorne gerückt, da es sich um ein Objekt der bisher erst selten berücksichtigten Kategorie 'Kulturlandschaft' handelt.
 
 
• 2001: Das Landesamt für Denkmalpflege gibt als Anlage zum Aufnahmeantrag die zweibändige Dokumentation 'Das Rheintal von Bingen und Rüdesheim bis Koblenz: Eine europäische Kulturlandschaft' heraus.
 
• 2002: Am 27. Juni beschließt das Welterbekomitee auf seiner Sitzung in Budapest die Anerkennung des Oberen Mittelrheintals von Bingen und Rüdesheim bis Koblenz als Erbe der Menschheit.
 
 
Welterbe Mittelrheintal